Forschungsprogramm

Ziel des GRKs ist es - ausgehend von textuellen, bildlichen und materiellen Quellen - Konzepte von Mensch und Natur im vorderasiatischen, nordostafrikanischen und europäischen Raum in der Zeit ab 100.000 Jahren v. Chr. bis zum Mittelalter exemplarisch zu erfassen und kulturimmanent wie auch trans­kulturell zu untersuchen.

Im Vordergrund stehen Fragen nach ihrer Art, medialen Vermittlung und Entwicklung (Me­chanismen der Tradierung, Neu­for­mie­rung, Instrumentalisierung etc.), außerdem nach ihrer naturräumlichen, lokalen, tem­po­rä­ren, (text-)gattungs­bezogenen, sprachlichen, bildlichen, soziokulturellen und in­di­viduellen Aus­prä­gung sowie nach Kontingenzen und Brüchen.

Da frühes Wissen um Mensch und Natur oft eine ver­blüf­fende interkulturelle Gleichheit aufzuweisen scheint, ist es notwendig, bei der Untersuchung entsprechender Phänomene zwischen univer­sel­len und spezifischen Konzepten zu unterscheiden, bevor Tradierungen angenommen werden. Und hier bietet das GRK mit seinen vertretenen Disziplinen den idealen Raum, die Forschungsaufgaben so zu fokussieren und aus­zu­richten, dass sie einen elementaren fachspezifischen Beitrag leisten und darüber hinaus we­sent­lich zur übergeordneten Fragestellung nach Universalität und Spezifität von Konzepten beitragen. Indem sich mehrere Promovendinnen / Promovenden unterschiedlicher Fachdisziplinen dem gleichen Themenfeld widmen, können grund­legende Arbeiten für einen übergreifenden Vergleich entstehen.